Der Landbote

31.01.01 (Elisabetta Antonelli)

Ob Walzer, Tango oder Zigeunermusik - alle Sparten werden im richtigen Mass ineinander verschränkt, so dass immer die ideale Klangmischung entsteht. Gewürzt wird dieses reichhaltige Menu mit einer Prise Theater. Feurig und scharf ist die Klangwelt von Musique Simili, in die auch Melancholie, Wehmut und Sehnsucht passen. Einfallsreichtum besitzen «Musique Simili» auch im Gebrauch ihrer Instrumente. Spielt Hänsenberger auf einem zweireihigen Akkordeon (eines von nur zweien, die es auf der Welt gibt), braucht er natürlich auch eine dritte Hand, die mitwirkt. Du Pasquier vermag aus ihrer Violine verschiedenartigste Töne zu entlocken.

Einmal spielt Du Pasquier so auf ihrer Geige, als wäre sie eine Ukulele, benutzt sie als Zupf- und Streichinstrument, wobei bisweilen die Geige als Bogen gebraucht wird, oder mit einer einzelnen Saite gestrichen wird. Das alles macht Du Pasquier mit einer derartigen Virtuosität, die man sich von Niccolò Paganini hätte vorstellen können. Feurig und scharf ist die Klangwelt von «Musique Simili», in die auch Melancholie, Wehmut und Sehnsucht passen.
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