Berner Zeitung

11.01.03 (Elisabeth Hobmeier)

"Cuir simili" sagt man auf Französisch zu Kunstleder, "pierres simili" zu künstlichen Edelsteinen. Die "Simili"-Musik dagegen hat nichts Künstliches - sie ist in ihren Wurzeln bodenständig und volksverbunden. Aber sie lässt niemanden kalt, reisst vom Hocker, fährt in die Glieder, macht fröhlich und zugleich sehnsüchtig. Es ist die Musik der Zigeuner, mit melancholischen Geigen und mit feurigem Gesang, mit virtuosen Akkordeonläufen und mitreissender Lebensfreude. Zigeunermusik in den Ohren. Und im Blut. Wenn die Simili loslegen, dann bebt der Saal.

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