Brahms Tzigane


Das neue Bühnenprogramm von Musique Simili: wild, virtuos, betörend!

Die musikalische Biografie von Johannes Brahms begann nicht in Konservatorien und Konzertsälen, sondern in den Spelunken und Hafenkneipen von Hamburg. Dort spielte sein Vater zu Tanz und Unterhaltung und Johannes wirkte von klein auf mit. Auf dem Programm standen deutsche Volkslieder und ungarische Zigeunermusik. Die inspirierende Spannung zwischen diesen beiden Klangwelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, prägte Brahms späteres Schaffen.

In ihrem neuen Bühnenprogramm „Brahms Tzigane“ entführen Musique Simili das Publikum in den „Rothen Igel“ – Brahms’ Stammlokal in Wien. Dort wird gesungen und gelacht, deftig gekocht und mit viel Charme serviert und dies von illustrem Personal: die Schwestern Aline (Sopran) und Juliette Du Pasquier (Violine), Marc Hänsenberger (Klavier und Akkordeon) und Johannes Vogele (Gitarre und Gesang).

So ungekünstelt und lebenslustig, so berührend und betörend waren die Brahms-Lieder noch kaum je zu hören. Und diese Wirkung wird noch durch einen weiteren musikalischen Kontrast gesteigert: In das neue Bühnenprogramm integriert sind erstmals öffentlich dargebotene Kompositionen des Simili-Primas Hänsenberger nach Gedichten des preisgekrönten Zürcher Poeten Rainer Frei.

"Das Resultat verblüfft in doppelter Hinsicht: Zum einen werden hier Volkslied-Bearbeitungen von Brahms wieder aus der guten Stube des Bildungsbürgertums in ihre Wildnis zurück entführt und mit rustikaler Kraft interpretiert; zum anderen stellen Hänsenberger und Frei diesen Melodien Eigenkompositionen gegenüber, die auf eindrückliche Weise zeigen, wie man heute das vertraute Vokabular des Kunstlieds weiterentwickeln kann.“ (Manfred Papst, NZZ)


Aline Du Pasquier Sopran
In Bordeaux geboren, studiert sie zunächst Klavier an der Musikakademie Basel und dann Gesang am Conservatoire de Musique de Fribourg bei Tiny Westendorp. Gleichzeitig besucht sie Meisterkurse bei Hugues Cuénod, Laura Sarti sowie Jordi Savall und Montserrat Figueras. An der Schola Cantorum Basiliensis vertieft sie anschliessend ihre Kenntnisse der alten Musik in der Klasse von Evelyn Tubb und in der Opernklasse.

Juliette Du Pasquier Violine · Kontrabass
Geboren in F-Talence. Studierte in Basel Zeichen- und Werklehrerin. Tourneen mit dem Orchestre à Cordes du Grand-Lancy. Mitglied beim Alauda-Quintett Holland. Gewinnt mit Klaus Bruder zweimal das Strassenmusik-Festival Luzern. Lehrtätigkeit an div. Schulen. Seit 1996 Geigerin bei Musique Simili, wo sie auch Notenbücher und Werbematerial illustriert.

Marc Hänsenberger Arrangements · Kompositionen · Akkordeon · Klavier Geboren in Burgdorf. Klavierstudium am Konservatorium Bern bei Otto Seger, Sekundarlehramt phil.1 und Studium der Musikwissenschaften an der Uni Bern. 1993 Deutscher Kleinkunstpreis (mit Mad Dodo). 2001 Schweizer Kleinkunstpreis (mit Musique Simili). Theatermusik für div. Produktionen. Engagement als Hotelmusiker beim Schweizer Fernsehen in der Kultursendung „Babylon/Hotel B.“

Ioanes Vogele Gitarre · Gesang
Zuerst bei Comedia Mundi, der Gypsy-Band von Longo maï, schreibt und interpretiert Ioanes Vogele seit bald 20 Jahren seine eigenen Chansons (Ioanes Trio oder Quintett). Doch auch in diesem neuen Repertoire klingen die Roma-Klänge weiter durch. Die russischen und balkanischen Roma-Songs bilden seinen musikalischen Hintergrund, zudem er immer wieder zurückfindet.

Pressestimmen

 

Brahms mit Pfeffer - Musique Simili begeistern das Publikum in der Kunsthalle Ziegelhütte.... Lesen Sie den ganzen Artikel des Appenzeller Volksfreund

 

Die neue CD "Brahms Tzigane" verblüfft in doppelter Hinsicht. Zum einen werden hier 13 Volkslied-Bearbeitungen von Brahms wieder aus der guten Stube des Bildungsbürgertums in ihre Wildnis zurück entführt und mit rustikaler Kraft interpretiert; zum anderen stellen Hänsenberger und Frei diesen Melodien einen Zyklus von 13 Eigenkompositionen gegenüber, die auf eindrückliche Weise zeigen, wie man heute das vertraute Vokabular des Kunstlieds weiterentwickeln kann. Wie bei Musique Simili zu erwarten, ist das Album sorgsam produziert, schön gestaltet und mit vielen Notenbeispielen versehen. Ein Bijou!

Manfred Papst, NZZaS, 25.10.2015

 

Unter den Händen von "Musique Simili" wird aus Brahms‘ Volksliedern eine mitreissende, balkaneske Nummer, gewürzt mit entsprechend gekonnten improvisatorischen Einlagen und jederzeit geeignet, einen ganzen Saal mitzureissen. Der "Klassiker" Johannes Brahms wird aus der guten Stube des Bildungsbürgertums an die frische, rustikale Luft herausgeholt. Inspiration und musikalische Spontaneität: Von beidem besitzt dieses Ensemble reichlich: Brahms an frischer Luft – eine musikalische Re-Naturierung!

Matthias Keller, Bayerischer Rundfunk 26.4.2016

 

Zu hören sind Brahms-Lieder, die Hänsenberger arrangiert hat und die jetzt mehr nach Simili als nach Brahms klingen. Ich staune, dass dieses Ensemble auch nach vielen Jahren nie nachlässt, was Raffinement und auch technisches Niveau betrifft. Es ist eine feste Grösse für diese Art von Musik und bleibt es auch nach diesem neuen Album, das Brahms bestimmt gefallen hätte.

Annelis Berger, SR2, Musikmagazin 6.11.2015

 

Aline Du Pasquier (Sopran) gestaltete ihre beiden Arien mit ihrer berührend schönen Stimme ebenfalls ganz vom Text aus: «Ich folge Dir gleichfalls» geriet zauberhaft beschwingt und hoffnungsvoll; «Zerfliesse mein Herze» sang sie mit inniger Trauer; dabei gelang es ihr mühelos, die grossen Bögen dieser schwierigen Arie zu spannen.

Fricktaler Zeitung

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