Die wilde Datscha


Wie ein fliegender Liederzyklus entsteht

Der renommierte Heinz-Weder-Preis für Lyrik geht 2011 an Rainer Frei. Die Jury kommt in ihrer Beurteilung zum Schluss, dass die ausgezeichneten Gedichte auf jemanden warten, der die Noten dazu komponiert. Dieser Jemand findet sich bald: Bei der Preisverleihung sitzt Marc Hänsenberger im Publikum. Und der anschliessende Apéro mündet in die Idee des Ohrbuchs 'Die wilde Datscha von Schpakow'.

 

 

Nun gilt es, den richtigen, schwebenden Ton zu finden. Nach viel Inspiration und eben so viel kompositorischer Kunstfertigkeit ist es so weit: Die Gedichte entpuppen sich als Lieder als fliegender Liederzyklus, der nur darauf wartet, gesungen zu werden, nicht als Belcanto, sondern mit dem dunklen Timbre eines Peter Rinderknechts. Man greift zum Telefon, spielt eine Hörprobe auf den Beantworter und am nächsten Tag kommt die Zusage.

Zur sonoren Stimme und dem tragenden, treibenden Akkordeon gesellt sich nun noch eine Geige so wehmütig, betörend und feurig wie sie nur in den Händen von Juliette Du Pasquier klingt. Ein Tonträger wird eingespielt und prächtig verpackt in ein Buch für Augen und Ohren, voll Gedichten und Geschichten, Noten und Illustrationen.

Doch das schwebende Leben auf der wilden Datscha von Schpakow drängt aus dem Buch auf die Bühne, als konzertante Lesung inszeniert, arrangiert und choreografiert für einen singenden Schauspieler, zwei hörspielende Musiker und einen Hering samt Zwiebeln, Salzgurken und auch ein wenig Vodka. Und schon steht für 2012/13 eine Tour de Suisse über die Bretter der Kleinkunstwelt auf dem Programm.

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